ERP-Wertelisten pflegen

Administrationsrechte nötig6 Min.Zuletzt aktualisiert: 16.08.2026

Unter „ERP" liegen 23 Sektionen. Fast alle sind Wertelisten. Sie füllen die Auswahlfelder an Adressen, Konten, Artikeln und Belegen. Und sie spiegeln die Stammdaten des angebundenen Warenwirtschaftssystems. Bedient werden sie alle gleich. Dieser Artikel erklärt das Muster einmal und sagt danach, wofür jede Liste steht.

Das Bedienmuster

  1. Wählen Sie in der Administration links „ERP". Daneben klappt eine zweite Navigationsspalte mit allen ERP-Sektionen auf, alphabetisch sortiert.

    Die Navigation ist zweistufig. 1 „ERP" in der Hauptnavigation. 2 Die zweite Spalte mit allen 23 Sektionen, alphabetisch sortiert. 3 Der Pfad über der Tabelle nennt die geöffnete Sektion.
  2. Klicken Sie die gewünschte Sektion an. Im Inhaltsbereich erscheint die Tabelle. Darüber steht der Pfad, etwa „ERP / Steuercodes".

  3. Klicken Sie für einen neuen Wert in der Toolbar auf „Hinzufügen". Am Ende der Tabelle entsteht eine leere Zeile. Sie ist farblich als neu markiert.

    1 „Hinzufügen" erzeugt die leere Zeile. 2 Die neue Zeile ist am linken Rand farblich markiert. 3 „Speichern" schickt alles Gesammelte an den Server, „Abbrechen" verwirft es. 4 Der Zähler nennt die Zahl der offenen Änderungen. 5 „Löschen" wirkt dagegen sofort.
  4. Öffnen Sie eine Zelle mit einem Doppelklick und tippen Sie den Wert ein. Mit der Tabulatortaste geht es ins nächste Feld und am Zeilenende in die nächste Zeile.

    1 Die geöffnete Zelle wird zum Eingabefeld. 2 Unter jeder Spaltenüberschrift steht ein Filterfeld.
  5. Klicken Sie auf „Speichern". Erst damit gehen die gesammelten Änderungen an den Server. Unter der Tabelle steht die ganze Zeit, wie viele Zeilen neu und wie viele geändert sind. „Abbrechen" verwirft alles Ungespeicherte.

  6. Klicken Sie zum Entfernen die Zeile an und danach in der Toolbar auf „Löschen". Es erscheint eine Rückfrage. Nach dem Bestätigen ist der Eintrag sofort weg, unabhängig von „Speichern".

Die Spalten

Die meisten ERP-Sektionen haben genau zwei Spalten, beide Pflicht. Einige wenige bringen zusätzliche Felder mit. Diese stehen weiter unten in der Übersicht.

FeldBedeutung
Bezeichnung*Der Text, den Benutzer später im Auswahlfeld sehen. Er sollte für sich sprechen, denn außerhalb der Administration gibt es keine weitere Erklärung dazu.
Externe ID*Der Schlüssel desselben Werts im angebundenen Warenwirtschaftssystem. Über ihn ordnet die Synchronisation die Einträge einander zu. Ohne passende Externe ID bleibt der Wert eine reine CITE-Angabe.

* Pflichtfeld

Die 23 Sektionen im Überblick

Adressen und Kontakte

FeldBedeutung
AdressgruppenGruppiert Adressen. Die Gruppe wird an der Adresse gesetzt und lässt sich in Listen filtern.
AnsprechpartnergruppenDasselbe für Ansprechpartner, etwa Einkauf, Technik oder Buchhaltung.
AuswertungskennzeichenFreies Kennzeichen an der Adresse, gedacht für eigene Auswertungen.
KontakttypenArt des Kontakts. Spiegelt die entsprechende Liste des Warenwirtschaftssystems.
FirmengruppenKonzern- oder Firmenverbund. Spiegelt die entsprechende Liste des Warenwirtschaftssystems.
FirmentypenRechtsform oder Firmenart. Spiegelt die entsprechende Liste des Warenwirtschaftssystems.
LändereinstellungenDie Länderstammdaten des Warenwirtschaftssystems. Achten Sie darauf, dass das Feld „Land" im Adressformular nicht auf diese Liste zugreift. Es greift auf die Systemländer zu.

Kunden und Vertrieb

FeldBedeutung
KundengruppenGruppierung von Konten. Erscheint als Feld „Kundengruppe" in der Kontoansicht.
VertreterVertriebsverantwortliche aus dem Warenwirtschaftssystem. Wird am Konto zugeordnet. Zusätzlich zu Bezeichnung und Externer ID gibt es hier die Schalter „Ist Provision" und „Ist Handelsvertreter".
ProvisionsgruppenProvisionsregelungen aus dem Warenwirtschaftssystem, mit dem zusätzlichen Schalter „Ist Umsatzbezogen".
AngebotsstatusStatuswerte für Verkaufsbelege. Erscheint an Beleg und Belegliste als „Angebotsstatus".

Artikel und Belege

FeldBedeutung
ArtikelgruppenGruppierung von Artikeln. Erscheint als Feld „Artikelgruppe" in der Artikelansicht.
MengeneinheitenEinheiten wie Stück, Stunde oder Pauschale. Spiegelt die entsprechende Liste des Warenwirtschaftssystems.
VerkaufsbelegartenDie Belegarten der Verkaufsseite. Neben Bezeichnung und Externer ID setzen Sie hier den „Belegtyp" mit den Werten Angebot, Auftrag, Lieferschein, Rechnung und Gutschrift. Dazu kommen die Schalter „Berechnet", „Bestellt" und „Geliefert". „Angebot" ergibt sich aus dem Belegtyp und ist nicht änderbar.
EinkaufsbelegartenDasselbe für die Einkaufsseite, mit dem Belegtyp Anfrage, Bestellung, Lieferschein, Rechnung oder Gutschrift. Der Schalter „Preisanfrage" ergibt sich aus dem Belegtyp und ist nicht änderbar.

Finanzen und Buchhaltung

FeldBedeutung
SachkontenDie Sachkonten der Buchhaltung. Werden an Artikeln, Vertragspositionen und in der Abrechnung verwendet.
ErlöscodesErlösschlüssel. Werden an Artikeln und in der Abrechnung verwendet.
SteuercodesSteuerschlüssel der Belegpositionen. Hier kommt zur Bezeichnung und Externen ID der Wert „Steuersatz" hinzu.
BesteuerungsartenLegt die steuerliche Behandlung fest. Wird am Konto als „Besteuerungsart" zugeordnet.
KostenstellenKostenstellen der Kostenrechnung. Werden Projekten und Abrechnungspositionen zugeordnet. Diese Liste hat zusätzlich ein Kennzeichen „Aktiv".
KostenträgerKostenträger der Kostenrechnung, ebenfalls mit Kennzeichen „Aktiv". Werden an Projekt, Vertragsposition und Abrechnung verwendet.
ERP PeriodenBuchungsperioden des Warenwirtschaftssystems. Zusätzlich zu Bezeichnung und Externer ID werden „Periode Beginn" und „Periode Ende" gepflegt.

Technik

FeldBedeutung
ERP SynchronisationDas ist die Konfiguration des Datenabgleichs, keine Werteliste. Sie ist im Artikel „ERP-Synchronisation einrichten" beschrieben.
Warum wirken manche Listen wie schreibgeschützte Kopien aus dem ERP?
Weil sie es sind. Ist eine Sektion an die ERP-Synchronisation angeschlossen, überschreibt der nächste Abgleich Ihre Eingaben mit den Werten aus dem Warenwirtschaftssystem. Pflegen Sie solche Werte dort, nicht hier.
Wozu brauche ich die Externe ID, wenn kein ERP angebunden ist?
Dann brauchen Sie sie fachlich nicht. Die Spalte ist trotzdem ein Pflichtfeld. Tragen Sie einen eindeutigen Kurzschlüssel ein, damit sich die Zeile speichern lässt.
Ich habe einen Wert gelöscht, den noch Datensätze verwenden. Was passiert?
Die betroffenen Datensätze behalten ihre Zuordnung in der Datenbank. Das Auswahlfeld findet den Eintrag aber nicht mehr und zeigt nichts oder nur die Kennung an. Legen Sie den Wert dann mit derselben Externen ID neu an oder korrigieren Sie die Datensätze.
Wo finde ich Queues, Kategorien und Tags?
Die stehen unter „CRM" und nicht unter „ERP". Für die dortigen Wertelisten gibt es einen eigenen Artikel.

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