Sage X3: 2. Export-Vorlagen

Administrationsrechte nötig12 Min.Zuletzt aktualisiert: 25.08.2026

Der Abgleich holt den Bestand über die Exportvorlagen von Sage X3. Eine Vorlage liefert je Aufruf einen kompletten Datenbereich mit allen Feldern, bei Belegen samt Positionen. Alle benötigten Vorlagen bringt Sage X3 im Standard mit. Fünf Felder fehlen dort allerdings, obwohl die Daten in Sage X3 gepflegt sind. Wer sie in checkITeasy sehen möchte, ergänzt sie einmalig. Alle anderen lassen die Vorlagen, wie sie sind.

Welche Vorlage welche Daten liefert

FeldBedeutung
BPCKunden mit ihren Adressen, Lieferadressen und Ansprechpartnern.
BPSLieferanten mit ihren Adressen. Sie werden zu Konten der Art „Lieferant".
AINKontaktstamm. Liefert E-Mail, Mobilnummer und Telefax zu den Ansprechpartnern.
ITMArtikel mit Bezeichnung, Artikelkategorie und Gewicht. Das Gewicht rechnet checkITeasy auf Kilogramm um, weil Sage X3 die Einheit je Artikel führt.
SOHVerkaufsaufträge mit ihren Positionen.
SIHRechnungen mit ihren Positionen.
TSV, TSO, CCE, REP, TUN, ITGVerzeichnisse: Belegarten, Kostenstellen, Kostenträger, Vertreter, Mengeneinheiten und Artikelgruppen.
YCITLOC, YCITSTO, YCITSERLagerplätze, Lagerbestände und Objekte. Diese drei Vorlagen bringt Sage X3 nicht mit, sie werden einmalig angelegt — der eigene Abschnitt weiter unten beschreibt sie Feld für Feld.

Die fünf Felder, die Sie ergänzen können

Jede Vorlage ist in Blöcke geteilt, und jeder Block trägt ein Kennzeichen. In der Vorlage BPC steht B für den Kunden, A für die Adressen, D für die Lieferadressen, C für die Ansprechpartner und R für die Bankverbindungen. In der Vorlage SIH steht V für den Rechnungskopf und D für die Positionen. In der Vorlage ITM steht I für den Artikelstamm.

Was jeweils dazukommt

VorlageKennzeichenTabelleFeldBedeutung
BPCABPADDRESSWEB(0)Die E-Mail-Adresse. Ohne sie bleiben Telefon und Telefax die einzigen Kontaktwege an der Adresse.
BPCABPADDRESSFCYWEBDie Website zur Adresse.
SIHVSINVOICEVSIVTYPDie genaue Rechnungsart. Ohne sie ordnet checkITeasy den Belegen nur die Kategorie zu, also Rechnung, Gutschrift oder Proformarechnung.
SIHDSINVOICEDSOHNUMDer Auftrag zur Rechnung. Sage X3 führt ihn an der Position, nicht am Kopf. Ohne ihn bleibt am Beleg der Vorgang leer.
ITMIITMMASTERPURBASPRIDer Kaufbasispreis des Artikels. Er landet in checkITeasy als kalkulatorischer Einkaufspreis.

Ein Feld in Sage X3 ergänzen

  1. Öffnen Sie in Sage X3 die Funktion „Import-/Exportvorlagen" (GESAOE).

  2. Wählen Sie die Vorlage aus, zum Beispiel „BPC".

  3. Gehen Sie in den Block mit dem passenden Kennzeichen. Für die E-Mail-Adresse ist das Kennzeichen A mit der Tabelle „BPADDRESS".

  4. Tragen Sie das Feld am Ende des Blocks ein. So behalten alle vorhandenen Felder ihre Position.

  5. Speichern und validieren Sie die Vorlage.

  6. Starten Sie den SOAP-Pool neu.

  7. Tragen Sie die Position in checkITeasy nach. Ohne diesen Eintrag bleibt das neue Feld ungenutzt.

Die Position in checkITeasy nachtragen

Die Positionen stehen in der Administration unter Sage X3 im Eintrag „Feldzuordnung (JSON)", im Abschnitt „vorlagen". Je Vorlage stehen dort das Trennzeichen und die Felder. Der Schlüssel besteht aus dem Kennzeichen des Blocks, einem Punkt und dem Feldnamen.

  1. Öffnen Sie in Sage X3 die Vorlage und suchen Sie den Block mit Ihrem neuen Feld. Sein Kennzeichen steht in der ersten Spalte.

  2. Zählen Sie die Felder in diesem Block. Die Zeile mit dem Schrägstrich zählt nicht mit, das erste Feld danach hat die Position null.

  3. Tragen Sie den Schlüssel mit dieser Zahl in der Feldzuordnung ein und speichern Sie.

  4. Klicken Sie in der Oberfläche des Dienstes auf „Jetzt synchronisieren".

  5. Öffnen Sie einen Datensatz und prüfen Sie, ob der Wert angekommen ist.

Die fünf Schlüssel

VorlageKennzeichenFeldSchlüssel
BPCAWEB(0)A.WEB
BPCAFCYWEBA.FCYWEB
SIHVSIVTYPV.SIVTYP
SIHDSOHNUMD.SOHNUM
ITMIPURBASPRII.PURBASPRI

Lagerbestände und Objekte: drei Vorlagen anlegen

Bestände, Lagerplätze und Seriennummern hängen in Sage X3 an keinem Objekt, das sich als Webservice veröffentlichen ließe. Sage liefert dafür auch keine Exportvorlage mit. Wer diese Daten in checkITeasy sehen möchte, legt drei Vorlagen einmalig selbst an. Der Aufbau ist einfach: je Vorlage eine Tabelle, keine Blöcke, ein Datensatz je Zeile.

Was die drei Vorlagen liefern

VorlageTabelle in Sage X3Wird in checkITeasy zu
YCITLOCSTOLOCLagerplätze
YCITSTOSTOCKLagerbestände, je Platz und Artikel
YCITSERSTOSERObjekte: ausgelieferte Artikel mit Seriennummer und ihrem Kunden
  1. Öffnen Sie in Sage X3 die Funktion „Import-/Exportvorlagen" (GESAOE) und legen Sie eine neue Vorlage an.

  2. Tragen Sie als Code „YCITLOC" ein und als Bezeichnung etwas Sprechendes, zum Beispiel „checkITeasy Lagerplätze".

  3. Wählen Sie als Art den Export einer Tabelle. Ein Objekt tragen Sie nicht ein, die Vorlage arbeitet direkt auf der Tabelle.

  4. Tragen Sie als Tabelle „STOLOC" ein und als Feldtrennzeichen das Semikolon.

  5. Erfassen Sie die Felder in genau der Reihenfolge, die in der Tabelle unten steht.

  6. Speichern und validieren Sie die Vorlage.

  7. Wiederholen Sie das für „YCITSTO" mit der Tabelle STOCK und für „YCITSER" mit der Tabelle STOSER.

  8. Starten Sie danach den SOAP-Pool neu.

Die Felder der drei Vorlagen, in dieser Reihenfolge

VorlageReihenfolgeTabelleFeldBedeutung
YCITLOC1STOLOCSTOFCYStandort.
YCITLOC2STOLOCLOCLagerplatz.
YCITLOC3STOLOCWRHLager.
YCITLOC4STOLOCLOCTYPLagerplatzart.
YCITSTO1STOCKSTOFCYStandort.
YCITSTO2STOCKSTOCOUZähler der Bestandszeile. Zusammen mit dem Standort ist das der Schlüssel, an dem checkITeasy die Zeile über alle Läufe hinweg wiedererkennt.
YCITSTO3STOCKLOCLagerplatz. Bleibt leer, wenn der Standort ohne Lagerplatzverwaltung arbeitet — dann tritt der Standort selbst an die Stelle des Platzes.
YCITSTO4STOCKITMREFArtikel.
YCITSTO5STOCKLOTCharge.
YCITSTO6STOCKSERNUMSeriennummer.
YCITSTO7STOCKSTABestandsstatus.
YCITSTO8STOCKQTYSTUMenge in Lagereinheit. Wird in checkITeasy zum Bestand.
YCITSTO9STOCKCUMALLQTYBereits zugeteilte Menge, also einem Beleg zugesagt und nicht mehr frei. Steht in checkITeasy als gebuchter Bestand daneben.
YCITSER1STOSERITMREFArtikel.
YCITSER2STOSERSERNUMSeriennummer.
YCITSER3STOSERSTOFCYStandort.
YCITSER4STOSERBPCNUMKunde. Sage X3 setzt ihn mit der Auslieferung — daran erkennt checkITeasy ein verkauftes Gerät.
YCITSER5STOSERBPAADDAdresscode des Kunden, also die Anschrift, an die geliefert wurde.
YCITSER6STOSERSDHNUMLieferschein.
YCITSER7STOSERISSDATAuslieferdatum.
YCITSER8STOSERGUAENDDATEnde der Garantie.

Lager und Objekte einschalten

Anders als Kunden und Belege laufen Lager und Objekte nicht von allein mit. Sie brauchen Vorlagen, die es nur bei Ihnen gibt, und bleiben deshalb ab Werk ausgeschaltet. In der Feldzuordnung stehen dafür drei Einträge bereit.

Die Einträge im Abschnitt „entitaeten"

idBedeutungx3Objekt
lagerplaetzeLagerplätzeYCITLOC
lagerbestaendeLagerbeständeYCITSTO
objekteObjekteYCITSER
  1. Öffnen Sie in der Administration unter Sage X3 die „Feldzuordnung (JSON)".

  2. Suchen Sie im Abschnitt „entitaeten" den Eintrag mit der id „lagerplaetze" und setzen Sie „aktiv" auf true. Ebenso bei „lagerbestaende" und „objekte".

  3. Heißt eine Ihrer Vorlagen anders als vorgeschlagen, tragen Sie den Namen bei „x3Objekt" ein.

  4. Speichern und in der Oberfläche des Dienstes auf „Jetzt synchronisieren" klicken.

  5. Prüfen Sie in checkITeasy zuerst die Lagerplätze, dann die Bestände und zuletzt die Objekte.

Ich finde in der Vorlage BPC kein Feld „WEB".
Dann sind Sie im Kundenblock mit dem Kennzeichen B. E-Mail und Website gehören in Sage X3 zur Adresse. Wechseln Sie in den Block mit dem Kennzeichen A, der die Tabelle „BPADDRESS" führt. Dort gibt es das Feld gleich fünfmal, von „WEB(0)" bis „WEB(4)". checkITeasy übernimmt die Adresse, deren Position Sie in der Feldzuordnung hinterlegen.
Kann ich auch die Mobilnummer der Adresse übernehmen?
Sage X3 führt an der Adresse eine Mobilnummer. checkITeasy hat an der Adresse aber kein Feld dafür. Bei Ansprechpartnern ist das anders, dort kommt die Mobilnummer schon heute mit.
Muss ich für die E-Mail der Ansprechpartner auch etwas ergänzen?
Nein. Die E-Mail-Adressen der Ansprechpartner kommen aus dem Kontaktstamm, den der Abgleich zusätzlich lädt. Dort stehen auch Mobilnummer und Telefax.
Woher kommt das Gewicht der Artikel?
Aus dem Artikelstamm, die Standardvorlage ITM führt es bereits. Sie müssen dafür nichts ergänzen. Sage X3 pflegt neben dem Gewicht auch dessen Einheit, im Bestand stehen dort neben Kilogramm auch Pfund und Gramm. checkITeasy führt ein einziges Gewichtsfeld, deshalb rechnet der Abgleich auf Kilogramm um. Eine Einheit, für die kein Faktor hinterlegt ist, bleibt unverändert stehen und landet als Hinweis im Protokoll.
Und der letzte und der mittlere Einkaufspreis?
Die beiden führt Sage X3 nicht am Artikel, sondern je Standort, zusammen mit dem Bestand. Keine der Standardvorlagen liefert diese Tabelle. Der kalkulatorische Einkaufspreis dagegen hängt am Artikel selbst und kommt mit, sobald Sie das Feld PURBASPRI in der Vorlage ITM ergänzen.
Und der Langtext der Artikel?
Die Vorlage ITM führt die Textfelder bereits. Aus dem Artikelstamm übernimmt checkITeasy heute die beiden Bezeichnungen.
Warum brauchen Lagerbestände eine eigene Vorlage, Kunden aber nicht?
Weil Sage X3 für Kunden, Artikel und Belege fertige Vorlagen mitbringt und für Bestände nicht. Der Grund liegt tiefer: Bestände, Lagerplätze und Seriennummern hängen an keinem Objekt, das sich veröffentlichen ließe. Sie sind reine Tabellen. Eine Vorlage darf aber auch direkt auf einer Tabelle arbeiten, und genau das tun die drei neuen.
Ich habe die Vorlagen angelegt, der Abgleich findet sie trotzdem nicht.
Dann läuft der SOAP-Pool noch mit dem alten Stand. Er merkt sich die Vorlagen beim Start. Starten Sie den Pool neu und stoßen Sie den Abgleich erneut an. Die Meldung im Protokoll lautet in diesem Fall „X3-Vorlage nicht gefunden".
Was ist der Unterschied zwischen Bestand und gebuchtem Bestand?
Der Bestand ist die Menge, die im Lager liegt. Der gebuchte Bestand ist der Teil davon, der bereits einem Beleg zugesagt ist und nicht mehr frei verfügbar. Sage X3 führt ihn als zugeteilte Menge am Bestandssatz.
Wieso stehen manche Bestände auf einem Lagerplatz, der genauso heißt wie der Standort?
Weil dieser Standort in Sage X3 ohne Lagerplatzverwaltung arbeitet. Dort hängt der Bestand direkt am Standort. checkITeasy braucht aber zu jedem Bestand einen Platz, deshalb legt der Abgleich den Standort selbst als Platz an. Ohne das liefen alle Bestände dieses Standorts auf denselben, namenlosen Eintrag.
Bei meinen Rechnungen steht die Kundennummer als Belegnummer. Woran liegt das?
Das war ein Fehler in den voreingestellten Positionen der Vorlage SIH, behoben am 25.08.2026. Der Rechnungskopf beginnt direkt mit der Rechnungskategorie, die Positionen waren aber um eins zu hoch angesetzt. Nach dem Update genügt ein erneuter Abgleich. Haben Sie die Positionen von Hand in der Feldzuordnung stehen, korrigieren Sie sie dort: INVTYP 0, NUM 1, BPCINV 2, CUR 3, ACCDAT 5.
Woher weiß ich, welche Felder eine Vorlage führt?
Öffnen Sie die Vorlage in Sage X3 unter „Import-/Exportvorlagen" (GESAOE). Dort stehen alle Zeilen in genau der Reihenfolge, in der sie exportiert werden.

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